Selten gewordenes Riesen-Insekt: der Große Eichenbock

Der Große Eichenbock (Cerambyx cerdo) ist ein in Mitteleuropa vorkommendes Insekt aus der Familie der Bockkäfer. Er wird auch Heldbock, Spießbock oder Riesenbock genannt und ist vom Aussterben bedroht. Mit 24 bis 53 mm Körperlänge zählt er zu den größten Käferarten Mitteleuropas.

Sein Lebensraum bilden kränkelnde und absterbende Stiel- oder Traubeneichen, Buchen und Ulmen. Die erwachsenen Käfer sind sehr standorttreu und legen ihre Eier in die Rinde ihrer mindestens 80 Jahre alten Wirtsbäume. Die geschlüpften Larven fressen sich in den nächsten 3 bis 5 Jahren bis ins Kernholz der Bäume. Nach ihrer Verpuppung im Juli/August schlüpfen nach 6 Wochen je Baum bis zu 200 Käfer.

Der Große Eichenbock wurde und wird vielerorts als Schädling angesehen. Da seine Bestände durch viele menschgemachte Ursachen in den letzten Jahrzehnten drastisch zurückgegangen sind ist er allerdings inzwischen eine vom Aussterben bedrohte Art und steht in der EU unter strengem Schutz.